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Ein (erfundenes) Fallbeispiel

Ambulanz für autistische Kinder und Jugendliche der PLSWBen ist ein achtjähriger Junge. Er geht in die zweite Klasse der Grundschule seines Heimatortes. Vorher war er im Kindergarten. Schon damals fiel auf, dass Ben lieber alleine spielt und keinen Kontakt zu den anderen Kindern sucht. Ben spielt gelegentlich mit seinem jüngeren Bruder. Dort kann Ben bestimmen, was sie spielen wollen. Sein Bruder muss sich genau an die Anweisungen von Ben halten. Meist spielen sie mit dem Spielzeug des Bruders, denn niemand außer Ben selbst darf seine Sachen anfassen und in Unordnung bringen.

Ben fing früh an zu sprechen und hat inzwischen einen deutlich größeren Wortschatz als gleichaltrige Kinder. Er interessierte sich schon immer für Zahlen und Naturwissenschaften. Ben rechnete schon im Vorschulalter, hat ein großes Wissen über das Weltall und über die Dinosaurier. Er erzählt gern davon, aber wenn er erst einmal anfängt, kann man ihn kaum noch stoppen. Ben merkt nicht, dass andere auch einmal etwas sagen wollen und dass er seine Gesprächspartner mit seinem Monolog langweilt.

Beim Schreiben fällt es Ben schwer, die Linien einzuhalten. Er schreibt immer noch Druckbuchstaben und darf in den größeren Linien der ersten Klasse schreiben.

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